Mittwoch, 13. Dezember 2017

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Hotel Panoramic: Schon viel erreicht und noch einiges vor

Ein Interview mit den Direktoren des 1200-Betten-Hotels

Seit etwa dreieinhalb Jahren ist das Hotel Panoramic nun unter neuer Leitung. Die beiden Hoteldirektoren Matthias Mahn und Matthias Seidel haben in dieser Zeit einen bemerkenswerten Wandel geschafft: mit Elan und neuen Ideen, aber auch solider kaufmännischer Unternehmensführung ist es ihnen gelungen, nicht nur die Zufriedenheitsquote der Gäste von anfänglich 28% auf mittlerweile 76% zu steigern, sondern auch das Hotel aus den roten in die schwarzen Zahlen zu führen.

Geschäftsführer Matthias Seidel erklärt: „Wir – Herr Mahn und ich – haben damals gesagt, dieses Objekt hat Potenzial. Aber man muss auch bereit sein, zu investieren, denn es ist davor sehr lange sehr wenig investiert worden.“

Potenziale und Hindernisse

Doch nicht nur am Gebäude selbst, auch bei der Personalführung war einiges verbesserungswürdig, wie die Manager feststellten.   „Wir haben durch unsere Branchenerfahrung festgestellt, dass einige Kosten überproportional hoch waren, und da konnten wir schnell entgegenwirken. Zum Beispiel war der Wasserverbrauch außergewöhnlich hoch, und wir sind dann darauf gekommen, dass das Wasser im Abkühlbecken der Sauna, das etliche tausend Liter fasst, mehrmals täglich gewechselt wurde. Das war gar nicht notwendig, vor allem, weil teilweise gar keine Leute da waren. Aber ‚wir haben das schon immer so gemacht‘, das war hier der Standardspruch. Die Energiekosten waren sehr hoch, ebenso die eingesetzten Waren im Lebensmittel- und Getränkebereich, es gab Wartungsverträge von Geräten, die übermäßig teuer waren, also da haben wir vieles geändert und konnten die Kosten optimieren.“

Viele der geplanten Neuerungen sind bereits Realität: so sind sämtliche Bäder inzwischen neu, die Balkone wurden saniert, rund 70 Zimmer wurden bereits vom Standard- zum Komfortzimmer aufgewertet, ein Restaurant und ein Bistro neu gestaltet. Über eine halbe Million, so schätzt Mahn, wurde in den letzten drei Jahren bereits investiert. Es gab allerdings auch einen deutlichen Nachholbedarf, so Seidel. „Die Heizung zum Beispiel war über dreißig Jahre alt.“ Auch aus kaufmännischer Sicht lag vieles im Argen. „Damals, als ich mich mit dem Gedanken getragen habe, hierherzukommen, habe ich, als ich von den All-Inclusive-Angeboten gehört habe, natürlich meinen Vorgänger gefragt, ob ich mal in die Kalkulation schauen könne. Er sagte darauf, für die Kalkulation habe ich keine Zeit gehabt , die können Sie ja dann machen, wenn Sie hier sind.“ Es war also „mehr ein Gefühl, dass dieses Objekt funktionieren kann: der Standort stimmt, wenn wir das optimieren, kriegen wir das hin. Und das Gefühl, dass es funktioniert, können wir ja mittlerweile zahlenmäßig beweisen.“

Dazu mussten allerdings erst einmal einige Hindernisse überwunden werden. Nicht nur beim Personal, wo der Dienstleistungsgedanke teilweise erst einmal verankert werden musste, wie Seidel sagt. Auch ein gewisses Beharrungsvermögen stand anfangs den Neuerungen im Wege: „Man muss die Leute erst einmal überzeugen, dass man Dinge auch anders machen kann, als man sie bisher immer gemacht hat“.

Manche Potenziale waren vorhanden, lagen aber brach: „Da war diese Garage, und ich habe eines Tages gefragt, was da eigentlich drin ist. Es stellte sich heraus, dass da - seit Jahren ungenutzt - eine komplette Gastronomiegrillausstattung drin stand, die Geräte waren teilweise noch gar nicht ausgepackt.“

Zukunftspläne

Im nächsten Schritt sollte nach den Plänen der Geschäftsführung nun rund eine halbe Million Euro investiert werden, wobei Fördermittel von rund 200 000 Euro bereitgestanden wären, aber die öffentlichen Banken die Absicherung des Restes verweigerten. Seidel hat dafür kein Verständnis: „Wir haben damals einen Fünfjahresplan aufgestellt. Von diesen fünf Jahren haben wir unsere Prognosen bereits drei Jahre lang erfüllt, es gibt also keinerlei Grund davon auszugehen, dass wir die beiden nächsten Jahre nicht ebenso gut liegen sollten. Alles war solide kalkuliert, was uns auch unser Steuerberater bestätigt hat. Wir haben sämtliche gewünschten Zahlen geliefert, aber – vielleicht auch aufgrund der Krise – die Banken haben die Finanzierung bislang abgelehnt. Das können wir nicht nachvollziehen. Es geht allerdings derzeit wohl auch noch anderen Unternehmen so.“

Insgesamt würden Seidel und Mahn gerne eine dreiviertel Million Euro in den nächsten Jahren investieren. „In so einem Objekt ist man natürlich immer am Renovieren“, sagt Seidel, „das ist ja ganz normal, es wurde allerdings vor unserer Zeit lange nichts gemacht.“

Das Parkdeck soll im Frühjahr abgerissen und neu aufgebaut werden, es sollen weitere Zimmer aufgewertet werden. „Uns ist natürlich klar, dass wir keinen Euro mehr Umsatz machen, wenn wir das Parkdeck erneuern. Wir machen Umsatz, wenn wir in den Zimmern, in den Restaurants, im öffentlichen Bereich für den Gast investieren, wir merken, dass daraufhin eben der Umsatz pro Zimmer steigt. Darauf bauen wir auf, und natürlich auf die Kundenzufriedenheit. Mittlerweile brauchen wir uns da nicht mehr zu verstecken.“ Die Investition für den Umbau eines Zimmers, ergänzt Seidel, amortisiert sich bereits nach einem halben Jahr.

Auch Mahn blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir sind davon überzeugt, dass die nächsten Jahre sehr, sehr erfolgreich sein werden."

Neue Wege in der Tourismusvermarktung sind gefordert

Bad Lauterberg, da sind sich die beiden Direktoren einig, habe ein großes Potenzial dank seiner Infrastruktur. Die Stadt müsste für den Tourismus aber einiges tun, wie Mahn weiter erklärt. Es fehle unter anderem an Attraktionen für Familien und Kinder, etwa ein Abenteuerspielplatz, oder ein Spielplatz in der Halle, wo sich die Kinder austoben können. „Stattdessen kommt im Abstand von zehn, zwanzig Kilometern immer ein Spaßbad nach dem anderen.“

Auch die Vermarktung durch die Kur- und Tourismusverwaltung könnte erheblich besser sein, findet Seidel. Die Stadt und die Region habe viele Stärken und müsse sie ausbauen, dabei aber auch einmal neue Wege gehen. “ Folklore und Tracht läuft nicht mehr, also was tut man? Man macht noch mehr Umzüge mit Folklore und Tracht! Da wurden manchmal marketingpolitische Maßnahmen getroffen, über die man sich nur wundern kann.“ Es müsse eine Kontinuität mit gewissen, wiederkehrenden Aktionen und Events geben, die dem Gast einen Anlass bieten, wieder herzukommen.

Mahn erklärt: „ Der Dienstleistungsgedanke auch bei der Kurverwaltung muss wesentlich stärker werden. Die Pressearbeit muss verbessert werden. Die Homepage von Bad Lauterberg zum Beispiel wird viel zu selten aktualisiert , so etwas darf einfach nicht sein.“

Er empfiehlt, so vorzugehen, wie es die beiden Manager beim Panoramic tun: „Es gibt hier viel zu tun, und vieles, was man anpacken kann, aber man darf sich nicht verzetteln. Man muss Schwerpunkte bilden und sie nacheinander abarbeiten.“


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